Wandertag: Der Damm des Riesen und die Stadtmauer von Derry

Am nächsten Morgen empfing uns der Giants Causeway dann mit etwas freundlicheren Bedingungen… immer noch bewölkt, kühl und sehr windig aber wenigstens kein Dauerregen 😉 Also hingefahren, Parkgebühr gelöhnt und losgestiefelt auf dem schönen Weg oben entlang der Klippen um einen Überblick zu bekommen. Später gings dann über steile Treppen und schmale Wege entlang der Steilhänge zu den einzelnen Felsformationen. Das Besondere hier sind die ungewöhnlichen säulenartigen Formen des Gesteins, die sich hier gebildet haben, teilweise in den Steilhängen aber auch in größeren Gruppen direkt am Wasser und in der Brandung. Die Legende besagt, dass ein Riese hier einen Weg zu seiner Liebsten nach Schottland gebaut hat…

Achtung Wind! Da oben hinschauen! Mann und Meer ;-)

Gegen Mittag haben sich am Causeway immer mehr Touris eingefunden – genau der richtige Zeitpunkt weiterzufahren. Der nächste Wegpunkt war eine Festung, die ebenfalls auf den Klippen errichtet wurde. Vor vielen Jahren (1639) ist hier ein Teil der Burg (genauer die Küche) komplett mit dem Felsuntergrund und den Menschen, die sich gerade dort befanden, ins Meer gestürzt… Ich sag ja immer: Küchenarbeit kann gefährlich sein…

schöne Gegend für ne Burg Burgruine auf den Klippen Wo war wohl die Küche?

Weiter gings dann auf dem Coastal Drive vorbei an Portrush, wo schon die Vorbereitungen für die Racing Week zu sehen waren, wenn sich hier Tausende von Motorrad-Fans treffen. Nächster Stop für uns war aber Derry / Londonderry, die einzige irische Stadt mit noch komplett erhaltener Stadtmauer, die man auch komplett begehen kann. Bei leichtem Nieselregen sind wir losgegangen, aber kurz nach der Hälfte wurde es immer mehr und wir mussten den Rundgang dann klatschnass (siehe Foto) abbrechen.

auf der Mauer von Derry Altstadt von Derry Dreggswetter

Dann eben noch weitergefahren und Abends in Malin Head an- und in einem süßen kleinen Hostel am nördlichen Ende der irischen Welt untergekommen. Sonne und Regen wechselten hier oben im halbe-Stunde-Rhythmus aber das hat ums am Kaminfeuer nicht gestört. Das Hostel war echt super gelegen – mitten im Nirgendwo in einem winzigen Kaff, mit super Ausblicken, ganz gemütlich und mit freundlicher Begrüßung.