Ein langes Wochenende in Prag

Zum Valentinstag 2009 machte hrs ein besonderes Angebot. In verschiedenen Städten wurden 3 Nächte zum  Preis von 2 angeboten bzw. 4 Nächte für 3. Da wir nun schon ein halbes Jahr lang nur in deutschen Gefilden geweilt haben (FREVEL!!!), war es an der Zeit, wieder etwas zu unternehmen. Also buchten wir spontan ein Hotel in Prag und fuhren Freitag nachmittag aus Berlin los.

Nach 4 Stunden hatten wir Prag, aber noch nicht unser Hotel erreicht. Das war etwas schwieriger zu finden, weil die Abfahrt von der Stadtautobahn schwer zu erkennen war. Dafür haben wir auf unserem kleinen Umweg noch einen Kaufland entdeckt und beschlossen, Montagmorgen noch Bier zu kaufen 🙂 Achja und Oblaten für den lieben Mitbewohner *g*.

Hotel Plaza Alta Fahrradfahren nur auf dem Kopf erlaubt Vöglein

Unser Hotel war das “Plaza Alta Hotel” und eigentlich echt schick. Es gab sogar ein mexikanisches Restaurant – ein merkwürdiger Zufall 🙂 Das Frühstücksbuffet war reichhaltig und sehr lecker. Die Zimmer sauber und die Angestellten supernett. Das einzige kleinere Problem, war die Lage etwas außerhalb des Stadtzentrums…

Kakakakaaalllllt Schlürf Wir und die Burg

Am ersten Tag machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um Prag zu erkunden. Nun ist es bekanntlich im Februar noch nicht sonderlich warm und so waren wir – oder ich 😉 – halb erfroren, als wir im historischen Stadtkern angelangt waren. Unterwegs gab es aber jede Menge tolle Fotomotive, die für die Kälte entschädigt haben und ab und an hat uns ja auch die Sonne auf der Nasenspitze gekitzelt. Es war dann Mittagszeit und wir haben zünftig in einer Tourikneipe ein 3-gängiges Menü gegessen mit Würzfleisch, Knödeln und Gulasch und zum Abschluß Apfelstrudel. War eigentlich ziemlich lecker, aber ich glaube überteuert.

Würzfleisch in der Muschel Rosa Skoda Fasching

Danach ging es weiter über die Karlsbrücke, die gerade restauriert wird, Richtung Burg, die wir dann aber rechts liegen gelassen haben. Es war gerade Faschingsumzug und ein paar lustige Gestalten waren unterwegs.

Danach sind wir noch einen weiten Bogen gelaufen, dort wo sonst nie Touristen langlaufen, so kam es uns zumindest vor. Da war ein kleiner Park hinterm Kloster und dann ein Apfelgarten und jede Menge Schnee. Meine Schuhe waren so rutschig, dass ich mich des Öfteren bei Ralf einkrallen mußte 🙂 Für den Nachhauseweg haben wir uns dann für die Tram entschieden. Es war einfach viel zu kalt und meine Beine waren auch nach 3h unter der Bettdecke noch nicht aufgetaut 🙁

Durchgang Blick zurück Skoda-Tram

Am zweiten Tag erkundeten wir dann den westlichen Teil Prags, nachdem wir laaange im Bett gelegen hatten. Auf dem Weg durch kleine, gewundene Gässchen haben wir ein gemütliches Café entdeckt, in dem wir flüssige Schokolade getrunken haben. Nachdem eine Übergroße Portion Glückshormone ausgeschüttet worden war, sind wir dann doch noch weitergelaufen.

Choco Cafe Flüssige Schokolade Prag bei Nacht

Abends wollten wir dann noch auf den Fernsehturm und über Prag blicken. Ein weiterer Anreiz dorthin zu gehen, obwohl es etwas außerhalb liegt, war ein Pub, der besonders viele verschiedene Biersorten versprach. Leider gibt es in Tschechien noch kein Rauchverbot in Kneipen und die Luft dort war zum Schneiden. Trotzdem haben wir unser Bierchen getrunken und uns “Biersnacks” bestellt. Knödel mit Gulasch und Rippchen. Die Rippchen hätten auch locker für 2 Personen gereicht. Das war eine ganze Auflaufform voll und ich hab mir zusätzlich noch Kartoffelbrei bestellt, weil ich dachte es wär nur ein “Snack” 😉 Eine lustige Geschichte war das. Zurück ging es dann mit der Metro und nachdem wir ausgestiegen waren, wußten wir erst einmal nicht, wo wir hin müssen. Irgendwie haben wir aber doch zum Hotel gefunden.

Montag sollte es dann auch schon wieder zurück nach Berlin gehen, aber nicht bevor wir einen Biergroßeinkauf im Kaufland getätigt hatten *g*. Es war ein lohnenswerter und schöner Ausflug, den wir sicherlich wiederholen werden.